| Absolute Luftfeuchte
Unter absoluter Luftfeuchte ist die tatsächlich gespeicherte Wassermenge in g/m³ unabhängig von der Lufttemperatur zu verstehen.
Die relative Luftfeuchte hingegen gibt den tatsächlichen Feuchtegehalt der Luft zum Sättigungsgehalt (=maximal aufnehmbare Feuchte 100%) an.
Luft kann in Abhängigkeit der Temperatur eine jeweils maximale Masse an Wasser in Dampfform speichern.
Beispiel: Die Luft enthält bei 20° C und 50% relativer Feuchte 9,3 g/m³ Wasser in Dampfform. Zur Sättigung hätte sie noch 10,7 g/m³ in Reserve, denn maximal kann sie 20 g Wasser /m³ in Dampfform speichern.
Wird Luft abgekühlt, dann kann sie weniger Feuchte je m3 speichern, was bedeutet, dass sie ihre Speicherkapazität von 100% durch Abkühlung erreicht.
Beispiel: 1
Raumluft mit 22°C und einer relativen Feuchte von 60% kühlt an einer ungedämmten Außenwand mit einer Oberflächentemperatur von 11°C ab. Der Feuchteanteil der Luft in Dampfform bei 22°C beträgt 13,9g. Luft hat mit 11°C eine maximale Speicherkapazität von 11g/m³ bei 100% relativer Luftfeuchte. Der Tauwasserausfall auf der Wand beträgt 2,9g je m³ Luft.
Beispiel 2:
Um die Raumluft auf einer gleichbleibend behaglichen relativen Luftfeuchte von z. B. 55% zu halten wenn der Raum von 23°C auf 18°C abgekühlt wird, müssen 4,7g Kondensat durch Konvektion oder durch eine kontrollierte Wohnraumlüftung abgeführt werden.
Bei einem 0,6fachen Luftwechsel in einem 1000 m³ Haus fallen in diesem Fall ca. 2820 g/h oder 2,8 ltr. Wasser/h an.
Die Luft scheidet überschüssige Feuchte als Kondensat bzw. Tauwasser in flüssiger Form aus.
Bekannt ist uns dieser Zustand in Häusern mit einfacher bzw. Doppelverglasung mit ungedämmten Außenwänden im Winter.
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